Die Inflation hat die Diskussionen der vergangenen Jahre geprägt. Nach den deutlichen Preissprüngen bei Energie und Lebensmitteln hat sich die Teuerung zuletzt beruhigt. Das Statistische Bundesamt weist für Deutschland zuletzt eine Rate von rund 2,6 Prozent aus. Das ist spürbar weniger als in den Spitzenzeiten, bleibt aber ein Faktor, der sich im Alltag bemerkbar macht.
Wo die Preise noch steigen
Die Gesamtrate verdeckt große Unterschiede zwischen den Warengruppen. Während sich die Energiepreise stabilisiert haben, steigen die Kosten in einzelnen Bereichen weiter, etwa bei Dienstleistungen. Auch Mieten und Versicherungen tragen zur Teuerung bei. Verbraucher spüren die Entwicklung deshalb je nach persönlichem Konsum unterschiedlich stark.
Die Durchschnittsrate sagt wenig über den eigenen Warenkorb aus. Entscheidend ist, wofür man sein Geld ausgibt.
Was das fürs Sparen bedeutet
Für Sparerinnen und Sparer ist die Inflation ein wichtiger Maßstab. Erst wenn der Zinssatz einer Anlage über der Teuerungsrate liegt, bleibt real ein Zuwachs. Nach der Zinswende bieten einige Tages- und Festgeldangebote wieder Zinssätze, die in die Nähe der Inflationsrate reichen oder sie zeitweise übertreffen. Ob am Ende ein realer Wertzuwachs bleibt, hängt vom konkreten Angebot und der persönlichen Steuerbelastung ab.
Einordnung
Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von rund zwei Prozent an. Die aktuelle Entwicklung bewegt sich in der Nähe dieses Ziels, weshalb die Geldpolitik derzeit abwartend agiert.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Angaben zur Inflation beruhen auf Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes und können sich mit neuen Daten ändern.